Daggi merkt an

Gestern blickte Daggi aus dem Fenster und sah eine junge Mutter ihren Kinderwagen schieben.

Einhand- Schieberin, denn die andere Hand und der Blick waren abgelenkt.

Klar, nicht schwer zu raten: Mobilelektronik.

Und dann erteilte Daggi mir den Auftrag, mich mal in die Rolle des Babys zu versetzen.

Das schaffte ich schnell und schrie nach meinem Fläschchen, dem grünen.

 

„Quatschkopp, optisch- orthopädisch ist das zu verstehen.“

Nun hat die Dienstvilla keine üppige Gafikabteilung wie beispielsweise der NDR, wo prima Weltkarten zur Impferei gefälscht werden, so dass Kuba als nicht versorgt auftaucht. Die meinten sicher knapp daneben die USA, aber NATO- Troll Anja Reschke bleibt da lieber devot. Aber zurück zur Babysicht.

Frühkindliche Mutter- Kind- Bindung geht anders.

So funktioniert es aus beiden Perspektiven nicht.

 

9 Kommentare

Eingeordnet unter Daggi deklamiert

9 Antworten zu “Daggi merkt an

  1. Wahrscheinlich ist in dem Kinderwagen gar kein Kind sondern ein Kasten Jever 🙂

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  2. Die Erfindung des optopädischen, natürlich mit homöopatischer Grünflaschenanwendung, als möglicher Erneuerung der ganzen Physio- und Ergotherapie, ist enorm, ein echter Beitrag zur krankenkassenfernen Gesundung ganzer Bevölkerungsgruppen! Ausbaufähig!
    Aber ich wollte eigentlich ganz woanders hin. Neinnein, das wurde falsch verstanden: das war eine vorbildliche moderne Mutter. Die Bevormundung der (nahen) Zukunft erfolgt digital, und das nicht nur in China. Damit kann man nicht früh genug anfangen. Bald sitzen sie in der Schule, pardon, da sitzen sie ja bereits nicht mehr, zuhause vor den (dann hoffentlich funktionierenden) Bildschirmen. Später, im Berufsleben – na, das kennen wir ja schon. So ein bißchen. Läßt sich noch steigern. Recht auf Homeoffice! Keine Kollegen mehr, kein Geflirte am Arbeitsplatz, keine Ablenkung außer Ballerspielen. Gut so, das ist die Zukunft. Das ist die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft, in aller Welt gefürchtet, vom deutschen Arbeitnehmer als positiv für ihn und seinen Geldbeutel verkannt. Und dann kommt, er wird schon gebaut, der Pflegeroboter. Sexroboter zweierlei Geschlechts gibts schon (mal sehen, wann das Angebot erweitert wird). Also? Also ist das eine moderne, verantwortungsvolle Mami, verstanden! Die bereitet ihr Kind auf eine digital (und trotz allem Digitalis reichlich herzlose, aber wirtschaftsaffine) Zukunft vor.

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    • Gibt es denn schon Apparellos mit Doppelbildschirm? Damit das Kind was vom DAX sieht.

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      • Ich kenn die bisher nur von richtigen, fetten, stehenden Computereinheiten beispielsweise im Büro. Aber das wäre doch eine Marktidee!
        1. Das besonders dicke, fette Handy, auf dem die Mami ihre wichtigen sozialen Kontakte pflegen kann und auf der anderen gleichzeitig Baby einen ab 0 freigegebenen Spielfilm anschauen kann, also irgendwas mit ziemlich viel Gewalt.
        2. Ich sehe an den Kinderwagen seit vielen Jahrzehnten diese angeclipsten Sonnenschirme – da könnte doch stattdessen ein Touchscreen sein?
        Anregung: in der nicht zuletzt auf Geldmitteln aus Vaduz rückgreifenden Dienstvilla ein paar technische Überlegungen zur Verbesserung der zeitgemäßen Kleinkindkommunikation – Stichwort: Kinderagenconnectivität, ist ja schon bei den Benzinstinkern ein Verkaufsargument – anstellen, parallel eine Arbeitsgruppe zwecks Vermarktungsstrategien. Bin mit einer kleinen Gewinnbeteiligung einverstanden und stolz, zur weiteren Vernetzung hiesiger blühender Landschaften beigetragen zu haben (bekomm ich jetzt was von der FDP?)!

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