Daggis Verbraucherberatung

Heute geht es um den Mehrwert, aber nicht als Steuer, sondern den eigenen, der durch diverse Kartelle ja stets geschmälert wird, garantiert aber wurde.

Also das Kartellamt anfragen, sagte ich dem Schriftführer.

Und er so:

Betreff: Bußgelder

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn ich das richtig sehe gelangen die verhängten Bußgelder in den Etat Schäuble?

Nun kann aber der Normalverbraucher, der vom Bier- oder Schokoladenkartell betrogen wurde, 

kaum privatrechtlich gegen die entsprechenden Unternehmen klagen, wie es z.B. die Bahn in Sachen Schienen von ThyssenKrupp es tut.

Eher bezahlt der sog. Endverbraucher die Konzernstrafe, da ja  bisher KEIN Produkt nach dem Kartellverfahren billiger wurde. 

Irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Bezahle ich also zunächst doppelt, damit Schäuble jubelt und die aus Steuermitteln finanzierte Behörde finanziere ich auch noch mit.

Am Ende wird es auch noch so sein, dass Großabnehmer von Bier sich Schadenersatz vom Braukonzern holen, beim Biertrinker davon auch nichts ankommt.

Was habe ich also von Kartellstrafen?

Und wer fürchtet die, wenn es keine persönlichen Strafen- sprich Haft- gibt?

Darf ich bitte eine nicht zu juristische Antwort erwarten?

Danke.

 

Mit freundlichen Grüßen

Und die gar nicht faul, antworten am nächsten Werktag:

Sehr geehrter Herr ……,

 

die vom Bundeskartellamt verhängten Bußgelder fließen, wie sich zutreffend feststellen, in die Bundeskasse. Die in Kartellverfahren verhängten Bußgelder gelten rein ahndend, eine Abschöpfung des Mehrerlöses erfolgt seit einigen Jahren nicht mehr.

 

Im Prinzip können auch direkt Geschädigte zivilrechtlich einen Schadensersatz von den Kartellteilnehmern einfordern. Dies ist in § 33 des GWB (http://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__33.html) geregelt. Das stellt Sie natürlich vor das Problem, den Ihnen nachgewiesenen Schaden glaubhaft nachzuweisen und dann auch noch auf dem Rechtsweg geltend zu machen. Das Problem hat auch der Gesetzgeber gesehen, er hat aber darauf verzichtet, ein Sammelklageverfahren nach US-amerikanischen Vorbild einzuführen. Grundsätzlich können in Deutschland auch Verbraucherschutzvereinigungen eine entsprechende Klage betreiben, bislang ist es nach unserer Kenntnis dazu noch nicht gekommen.

Aus Sicht des Bundeskartellamtes erweisen sich die in den vergangenen Jahren verhängten Bußgelder durchaus als abschreckend*, zumal, was in der Öffentlichkeit selten wahrgenommen wird, meistens auch gegen die persönlich handelnden Bußgelder verhängt werden.

Zur Frage der Abschreckung können Sie in diesen Interviews unsere Präsidenten einige Überlegungen nachlesen:

http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Wir-schuetzen-vor-zu-hohen-Preisen

http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Interviews/DE/BAMS_Kampf.html

http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Interviews/DE/Esslinger_Abschreckung.html

Wir hoffen, dass Ihnen diese Ausführungen nicht zu juristisch ausgefallen sind.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen täglich in der Zeit von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr, donnerstags auch von 13:00 bis 16:00 Uhr, unter der Telefonnummer 0228 94 99 555 auch gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Ihr Referat für Öffentlichkeitsarbeit

Das mit dem „im Prinzip“ könne man ja auch klagen, so Beweise beigebracht werden, klingt fein.

Wo haben wie denn Jever, gugel…ach da, da geht die Post hin:

Moin!

Habe in Sachen Kartell die entsprechende Bundesbehörde angefragt, wie und ob man als Kartellgeschädigter zu Schadenersatz kommt.

Die DB verklagt ja bekanntlich ThyssenKrupp in Sachen Schienen privatrechtlich.

Und so etwas könne ich auch machen, so das Kartellamt, sofern ich den Schaden nachweisen kann.

Das sei schwierig, meinen die.

Ich aber meine: stimmt gar nicht!

Denn über meinen Lieferanten kann ich nachweisen, hier am Ort nun 11 Jahre das Jever quasi im Abo zu haben.

Fachfrage: soll ich den Keller etwas leerräumen, Sie möchten mir eine Entschädigungspalette als außergerichtlichen Ausgleich senden?

Danke!

MfG, …………

Mal schauen, ob die auch so flott reagieren.

Was meint die Fachwelt an den Endgeräten?

a) Klar, die donnern dir den Keller voll!

b) Nix wirst du hören von denen, aber auch so gar nix!

c) Weiß nicht, will aber auch Entschädigung, aber hallo!

d) Ich bleibe dran und beginne zu sammeln, auf dass eine Statue der wackeren Verbraucher-Daggi neben dem Kartellamt aufgestellt werden kann!

(* das mit der Abschreckung ist eher lustig……Privatmeinung)

Ein Männertraum. Dinkel + Gerste

Ein Männertraum. Dinkel + Gerste

6 Kommentare

Eingeordnet unter Daggi dekantiert das:, Dinkel Grundlagen

6 Antworten zu “Daggis Verbraucherberatung

  1. Pingback: Kohabitation mit der Weltherrscherin

  2. Ja immer auf die kleinen ist schlimm Gruß Gislinde

    Liken

  3. nun bin ich echt gut informiert, vielen Dank, wunderschönen Tag, Klaus

    Liken

  4. Das hört sich ja richtig ernsthaft und nicht nach einem DaggiBlinkiClemiScherz an.

    Liken

    • Können wir uns aber erst morgen weiter drum kümmern, denn heute darf in New York wg. Wetter keiner raus oder gar Auto fahren. Da wird doch bestimmt ein ARDeppen- Brennpunkt kommen und unser Präsi die Solidarität verkünden. Kein Auto! Schlimmer als Anschläge!

      Liken

  5. Kann ich im Uralt Opera ……………….schreiben? Test, 2. Zeile nun………………ja…..seltsam—-

    Liken

Mein Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.